2011-07-22

Lionel Shriver - "Wir müssen über Kevin reden"


Das Buch erzählt die Geschichte einer Familie, bestehend aus Mann, Frau und 2 Kindern in Amerika, welche nach außen hin sehr zufrieden wirken, wahrscheinlich wie aus einem Bilderbuch.

Eva und Franklin führen eine gute Ehe, sind erfolgreich, als Franklin sich Kinder wünscht. Eva wird daraufhin schwanger und obwohl sie Zweifel plagen, wird Kevin geboren, der Stolz seines Vaters.

Als Kevin jedoch älter wird, gerät er aus den Fugen und läuft Amok, er tötet dabei mehrere Menschen.

Der Roman berichtet, wie schnell ein Familienleben aus den Fugen geraten kann, und dass man, obwohl man eine Vorahnung hat, manchmal Geschehnisse einfach nicht verhindern kann, weil man selber nicht daran glauben möchte.

Das Besondere dieser Geschichte ist die Art und Weise wie sie erzählt wird. Die Ehefrau von Franklin, Eva, schreibt Briefe an Ihren Mann in denen Sie sich mit Fragen beschäftigt, wie ein so schreckliches Ereignis überhaupt passieren konnte, warum die Ehe schlecht lief oder sie nie eine gute Mutter sein konnte. Fragen über Fragen, welche die Hauptfigur in diesem Buch quälen, auf die sie jedoch keine Antwort erhält.

Die Geschichte ist mitreißen und mitfühlend geschrieben. Die Briefform tut ihr übriges. Ich habe an mehreren Stellen laut geschluchzt, am Ende sogar bitterlich geweint. Alles in allem ein tolles Buch, welches nicht unbedingt für schwache Nerven geeignet ist, dass man aber nicht mehr weg legen möchte.

PS: Neulich habe ich im Fernsehen etwas von einer Verfilmung gehört, ich denke wir dürfen gespannt sein.

Preis: 9,95 € (Taschenbuch-Version)
ISBN: 978-3548282251

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